Isabel Kritzer

Zunächst einmal möchte ich mich herzlich bei Ihnen bedanken, dass Sie sich dazu bereit erklärt haben, an dem Interview teilzunehmen.

Liebe Julia, ich freue mich sehr von Dir ein bisschen ausgefragt zu werden und bin schon ganz gespannt, was du wohl wissen möchtest. 😉

Um einen kleinen Einblick in Sie als Person zu gewinnen, würde ich gerne wissen, wie Sie sich selbst in drei Worten beschreiben würden.

Weltenbummlerin, Spaßvogel, Improvisationskünstlerin. 😀

Nun würde ich gerne etwas mehr Details über Sie als Autorin erfahren.

1. Wie sieht ein typischer Arbeitsalltag aus? Haben Sie feste Schreibphasen?

Das Wort Arbeitsalltag trifft bei meinem Schreibverhalten eher nicht zu. Hauptberuflich 😉 studiere ich und das Schreiben findet eben immer dann statt, wenn es die Zeit erlaubt und ichauch das Gefühl habe, schreiben zu wollen. Für mich muss das Ergebnis einer Schreibsessionstimmig, mitunter witzig und inspiriert sein, daher hätte ich vermutlich auch keine festen Schreibphasen, hätte ich unbegrenzt viel Zeit zur Verfügung. Die Idee ist für mich dieunverzichtbare Würze eines Textes und die will manchmal erst reifen.

2. Wo schreiben sie am liebsten?

Überall! Ob Café, Couch oder Schreibtisch – ich bin da nicht wählerisch.

3. Was lesen Sie am liebsten und wo? Warum ausgerechnet dieses/diese Genre?

Ich lese allgemein recht viel und auch fast jedes Genre. Allerdings tendiere ich momentan zu  Romanen, gerne auch mit einem Touch Fantasy. Lesen bedeutet für mich andere Welten zuentdecken und zwischen zwei Buchdeckeln aufregende Abenteuer zu erleben – sei es auf demHeimweg oder ganz bewusst abends nach dem Essen.

4. Wie lange schreiben sie durchschnittlich an einem Buch?

Da ich bisher erst ein Buch geschrieben habe, kann ich darüber sagen, dass es insgesamt zwei Jahre gedauert hat, in denen ich aber nicht kontinuierlich daran gearbeitet habe. Zusammengerechnet wären es allerdings (rein hypothetisch) ca. drei Monate gewesen, an denen ich wirklich jeden Taghätte fleißig sein müssen.

5. Wie kamen Sie auf die Idee 365 –Wenn die Masken fallen zu schreiben? 

Als ich eines Tages ziemlich frustriert ohne Buch Bibliothek und Buchhandlung verließ, klagte ich bei einer Freundin darüber und sie meinte daraufhin frech: „Dann schreib doch selbst ein Buch!“ Zuerst dachte ich „Na klar!“ aber dann beschloss ich, ein Experiment zu wagen: Das           Schreiben meines Romans.

6. Mit welchem Charakter haben Sie die meisten Gemeinsamkeiten und wieso?

Die Hauptperson meines Romans, Charly, studiert BWL, wie ich es auch getan habe. Sie ist schlagfertig, taff und lebenslustig. Alles Eigenschaften, die ich mir gerne zuschreiben würde. *lach* 

7. Wie fühlt es sich an zu wissen, dass ihr Buch nun veröffentlicht wurde?

Einfach toll! Während der Vorbestellphase wurde die Taschenbuchausgabe deutschlandweit und auch vereinzelt in Österreich und der Schweiz vorbestellt. Inzwischen hat es auch ein Exemplar nach Luxemburg verschlagen. Das übertrifft meine kühnsten Träume und ich freue mich überjeden einzelnen weiteren Leser!!

8. Wie würden Sie 365 – Wenn Masken fallen in fünf Wörtern beschreiben?

Witzig. Berührend. Unvorhersehbar. Liebe. Intrigen.

Nun wird es Zeit, ein paar Sätze zu vervollständigen.

Ich bin zum Schreiben gekommen durch…

… das Lesen und ein Stück weit auch die Fantasie, die ich wohl schon immer hatte, wie sich in meiner künstlerischen Ader seit jeher zeigt. 😉 Auf Artikel für die Schülerzeitung folgten so Artikel für eine Literaturmagazin und einige Kurzgeschichten und nun ja, jetzt mein Buchdebüt  „365 – Wenn die Masken fallen“. Ein echtes Herzensprojekt!

Ein perfekter Tag ist für mich…

… ein Tag voller Lachen, an dem die Sonne scheint! Das mag kitschig klingen, aber ich denke, dass es die Erinnerungen an wirklich glückliche Augenblicke im Leben sind, die schlussendlich zählen und uns zufrieden und erfüllt ins Bett fallen lassen.

 Als Kind wollte ich…

… Designerin (Und naja… vom designen in Skizzen und Szenen, wurde ein „designen“ mit Worten. Ich denke also, hinter diesen Punkt meiner imaginären Wish-List kann ich ein bisschen stolz ein Häkchen setzen. ;-)) werden.

Meine schriftstellerischen Vorbilder sind…

… J. K. Rowling. Dan Brown. Susan Elizabeth Phillips.

Das erste Buch, dass ich gelesen habe war…

… (ich meine) „Der Regenbogenfisch“. Zumindest war ich von diesem Buch (wohl auch durch das glitzernde Design) eine ganze Weile sehn angetan und finde, dass es noch   immer eine wirklich wichtige Botschaft vermittelt.

Was wäre das Leben ohne Entscheidungen?

Print oder eBook? 

Print! Ich lese auch hin und wieder eBooks, aber da ich Bücher, die ich wirklich gut finde, gerne   mehrmals lese, habe ich sie schlussendlich doch lieber im Regal stehen.

Radio oder CD? 

Radio! Meine CD Sammlung begrenzt sich meines Wissens auf fünf einsame Exemplare. 😀

Sommer oder Winter?

Beides. Ok, ok, ich weiß: Entweder…oder. 😉 Aber wenn ich eines aus der Erfahrung, bisher zweitweise in drei Ländern gelebt zu haben, gelernt habe, dann dass mein Weihnachtsmann doch eher nicht im Sand neben einer Palme stehen sollte und dass ich irgendwann wiederum keine kalten Hände mehr haben möchte. 😀

Hund oder Katze?

Kaninchen! (Würde zu 100% mein Kaninchen aus dem Wohnzimmer rufen, könnte er (Fred) laut rufen.)

Buch oder Hörbuch?

Buch.

Kino oder DVD?

DVD. Wobei ich finde, dass beides seine ganz eigenen Vorteile hat und ich auch sehr gerne ins Kino gehe – am Liebsten mit einem ganzen Eimer Popcorn! 🙂

Das war´s dann auch schon wieder. Vielen Dank, für das ehrliche und lustige Interview! 🙂 Es hat mir viel Spaß bereitet.