For Good | Ava Reed

Meine Lieben,

heute habe ich eine Rezension zu „ For Good“ von Ava Reed für euch. Wie es mir gefallen hat, könnt ihr hier erfahren.

Informationen zu dem Buch:

Preis: 12,99 Euro

Format: Print, eBook

Seitenanzahl: 200 Seiten

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Genre: Jugendliteratur

Reihe: Einzelband

Verlag: Drachenmond Verlag

Um was geht es in dem Buch?

Charlie ist Witwe und das Mitte dreizig. Ihr Mann Ben verstarb, doch er war nicht nur ihr Mann sondern Seelenverwandte. Es scheint als wären die Beiden einzig auf der Welt um sich zu lieben. Doch durch den Schicksalsschlag bricht Charlies Welt plötzlich ein. Ben ihr Mann, ihr Anker, war plötzlich weg und es schien, als würde Charlie im großem Meer der Trauer langsam aber stetig vollends versinken. Wird sie es je schaffen über den Verlust hinweg zu kommen?

Wie gefällt mir das Cover?

Toll, wirklich toll. Es wirkt so friedlich und einfach wunderschön. 
Wie lautet der erste Satz?

“ Ein paar Sonnenstrahlen stehlen sich durch den Vorhang und scheinen mir ins Gesicht.“


Was ist meine Meinung zu dem Buch?

Das Buch ist in „Gegenwart“ und in die “ Erinnerungen“ gegliedert und wird aus Charlies Sicht (bis auf das Zusatzmaterial am Ende des Buches) geschrieben. In der Gegenwart wird der Trauerprozess von Charlie beschrieben. Auf eine außergewöhnlich präzise Weise schafft Ava Reed es die Gefühle eines Trauernden so ausführlich zu beschreiben, sodass es mich abermals mit gerissen hatte und ich wirklich wieder an alte Zeiten dachte. In Erinnerungen lernen wir Charlie und Ben genauer kennen. Vom Tag der Begegnung bis hin zum Tag von Bens Ableben.

Es ist erfrischend beschrieben wie die beiden sich Kennen- und schließlich auch Lieben gelernt haben. Ich liebe Ben, es ist so schön perfekt Unperfekt. Charlie fand ich auch toll, selbst oder vielleicht auch gerade wegen des Trauerprozesses. Ich habe mit ihr gelacht, mit ihr gelitten, hätte alles anschreien gekonnt oder mich einfach ins Bett liegen und trauern. Am liebsten hätte ich sie in den Arm genommen und ihr gesagt das alles besser werden würde. Doch würde es das? Ich selbst wüsste nicht wie ich damit umgehen würde wenn mein Freund plötzlich weg wär. Nein… besser werden würde es nicht. Man lernt nur damit umzugehen. Genau wie Charlie. Das gesamte Buch ist eine Wandlung von Charlie, von dem etwas naiven Mädchen, zu einer liebenden Frau, über einem trauerndem Wrack bis hin zur Stärke zeigenden Frau. Dieser Wandlungsprozess finde ich wirklich bemerkenswert, denn nur selten durchleben Charaktere eine Wandlung so stark. Dass das Buch nur 200 Seiten lang ist hatte ich anfänglich wirklich starke bedenken, dass es nicht wirklich gut beschrieben und nur oberflächlich behandelt wird. Doch nur nach wenigen Seiten waren diese Bedenken vollends verschwunden. Ava Reed schaffte es in Kürze so viel Gefühl und Handlung einzubauen, sodass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ich bin wirklich kein Mensch der bei Büchern weint doch hier hat mir es mir wirklich ab und an die Sprache verschlagen und ich spürte wie meine Augen feucht wurden.

Hoch anzurechnen und wirklich bemerkenswert finde ich die Kapitelübergreifende Parallele.

Ich empfinde den Schreibstil als sehr intelligent, jedoch leicht und flüssig zu lesen. 

Ich habe schon viele unterschiedliche Bücher gelesen und auch schon bevor ich diesen Blog eröffnet hatte für mich selbst bewertet. Selten fiel es mir so schwer meine Gedanken nieder zuschreiben (das letzte mal war es bei „Das Schicksal ist ein mieser Verräter„). Ich habe das Buch bereits gestern beendet. Ich wollte mir etwas Zeit nehmen um diese Rezension ehrlich und wahrhaftig zu schreiben und nicht durch den Blick einer Trauernden, welche durch das Buch wieder traurig wurde. Nein. Ich habe eine Nacht darüber geschlafen und bin wirklich froh darüber. Mir fällt es immer noch sehr schwer meine Gedanken und Gefühle in sinnvolle Sätze zu bringen, da mich das Buch auf eine positive Art und Weise aufgebracht hat. Mir wurde nochmals vor Augen geführt was wirklich wichtig ist im Leben und das man das schätzen sollte was man hat. Ava, danke dafür. 

Wer ist mein Lieblingscharakter?

Charlie und Ben gleichermaßen.

Gibt es einen Bookboyfriend?

Ben ist toll, jedoch würde ich ihn nicht als Bookboyfriend beschreiben.

Das Buch in drei Worten:

Traurig, Liebe, Wunderschön

Meine liebsten Zitate: 

“ Wir bemerken so vieles nicht. Wir sehen nicht, was wir haben, bis wir es verlieren. Wir nehmen vieles viel zu ernst und vieles wiederum nicht. Wir sind zu selten glücklich mit dem, was wir haben.“

“ Ich existierte, aber ich lebte nicht.“

“ Ich glaube es gibt nichts Angsteinflößerndes als die Liebe“

Mein Fazit:

Wundervoll, traurig aber Herz erwärmend. Ein absolutes MUST HAVE!

Meine Wertung: